[SONDERVERANSTALTUNG] Lesung, Film und Diskussion mit Oliver Sechting

Sonderveranstaltung mit Oliver Sechting
14.04.2018
ab 19:00 Uhr – Lesung „Der Zahlendieb“
ab 20:00 Uhr – Filmvorführung „Wie ich lernte die Zahlen zu lieben“
ab 21:30 Uhr – Diskussion / Gespräch mit Oliver Sechting

Über den Autor
geb. 1975 in Göttingen, ist Filmschaffender und Autor. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Industriekaufmann zog er nach Berlin, um ein Studium aufzunehmen. Seit 2006 ist er als Diplom-Sozialpädagoge tätig. Daneben arbeitet er im Dokumentarfilmbereich und machte 2012 erste Kurzfilme für den RBB & Arte. 2013 entstand in Zusammenarbeit mit Max Taubert sein autobiografischer Dokumentarfilm „Wie ich lernte, die Zahlen zu lieben“ über Zwangsstörungen, der erfolgreich auf diversen Filmfestivals und im TV (RBB & NDR) lief. Seit 2016 ist er im Vorstand der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V. und setzt sich für die Belange von Menschen mit Zwangsstörungen ein. 2017 erschien seine Autobiografie „Der Zahlendieb – Mein Leben mit Zwangsstörung“ im Balance buch + medien verlag, die er zusammen mit Karen-Susan Fessel geschrieben hat.

Homepage
http://oliversechting.de

19:00 Uhr: Lesung

Der Zahlendieb
Der Autor schildert nicht nur die Entwicklung und Ausprägungen seiner Ängste und Zwänge, sondern auch Erklärungs- und Bewältigungsversuche. Ein engagierter Erfahrungsbericht, der anderen Zwangserkrankten Hoffnung und Selbstbewusstsein vermittelt. Das Buch beginnt mit der humorvollen Schilderung einer gutbürgerlichen Kindheit im Beige-Grün der Endsiebziger Jahre, entwickelt sich über erste sexuelle Empfindungen und die damit verbundenen Ängste und Schamgefühle hin zu den ersten bedeutsamen Symptomen einer Zwangserkrankung, und dem vagen Verdacht, dass sie möglicherweise mit dem Tod des Vaters oder der verheimlichten Homosexualität zusammenhängen. Die Erkenntnis, dass die Zwänge kein Defizit, sondern eine Erkrankung darstellen und helfen, verschiedene Ängste zu regulieren, entlastet den Autor. Er sucht sich professionelle Hilfe, erlebt ein erfolgreiches Coming-out und entwickelt Bewältigungsstrategien, um trotz der Erkrankung ein erfülltes Leben anzustreben.

~ kurze Pause ~

20:00 Uhr: Filmvorführung

Wie ich lernte, die Zahlen zu lieben
„Wie ich lernte, die Zahlen zu lieben“ ist ein New York Film und zugleich das Psychogramm eines Zwangserkrankten. Der Berliner Filmemacher Oliver Sechting und sein Regiekollege Max Taubert machen sich auf, einen Dokumentarfilm über Künstler in New York zu drehen. Doch schon bald wird das Projekt von Olivers Zwangserkrankung überschattet und die beiden Regisseure geraten in einen Konflikt miteinander, den sie kurzerhand zum Thema des Films machen. Die Begegnungen mit Künstlern wie den Regisseuren Tom Tykwer (Cloud Atlas), Ira Sachs (Keep the Lights on), Jonathan Caouette (Tarnation) oder der transmedialen Künstlerin Phoebe Legere werden immer mehr zu Therapiestunden und schließlich kann Andy Warhol-Superstar Ultra Violet Oliver eine neue Tür öffnen.

21:30 Uhr: Diskussion mit Oliver Sechting
Offene Gesprächs- und Diskussionsrunde mit Oliver Sechting über Buch, Film und seine Arbeit als Künstler.

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